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Die Frachthose – Platz für alles

Eine ehrliche Haut ist sie, die Cargohose. Sie schmückt sich nicht mit Schnickschnack, sie wirkt nicht elegant, sie drängt sich nicht in den Vordergrund. Sie ist einfach immer nur – praktisch. Und verdient doch einen genauen Blick.

Retro? Trendig? Wo die Cargohose modisch gesehen gerade steht, lässt sich gar nicht so leicht verorten. Aber dass sie ihre Fans hat, das ist unbestritten. Für uns Anlass genug, sich mal näher mit ihr – und ihrer Herkunft – zu befassen.

Englisch: Cargo, deutsch: Frachtgut

Typisches Merkmal der Cargo sind natürlich die aufgesetzten, geräumigen Taschen am Oberschenkel. Darin lässt sich alles verstauen, was Mann oder Frau unterwegs gerne griffbereit haben. Entsprechend robust muss auch der Stoff sein – meist handelt es sich um eine strapazierfähige Baumwoll-Qualität. Der Schnitt ist lässig-weit, die Pflege einfach; die Cargo hat kein Problem mit der Waschmaschine. Wobei – die muss sie gar nicht so oft sehen, denn ebenso typisch wie die Taschen ist die Farbe: gerne ein unempfindliches Schlamm oder ein Camouflage-Muster. Daran kann man ihren Ursprung gut erkennen, denn Tarnung ist bei der Cargo wichtig – oder war es zumindest mal.

Vom Militär auf den Laufsteg

Dieses kleine Verstauwunder wurde nämlich ursprünglich, wie so viele Kleidungsstücke, beim Militär erfunden; genauer gesagt waren es amerikanische Fallschirmjäger, die sich geräumige und verschließbare Taschen auf die Beine nähten, um beim Absprung wichtige Utensilien bei sich zu tragen. Doch schnell wurde das überaus praktische Raumwunder der friedlichen Nutzung zugeführt. Heute findet sie sich noch als Uniform-Bestandteil bei Polizisten, Feuerwehrleuten oder Gärtnern... also bei jenen, die auf alles vorbereitet sein müssen.

Natürlich hat sie sich auch jenseits der reinen Funktionsmode behauptet. Gerade in den 1990er Jahren hatte sie eine echte Hoch-Phase in der Popkultur. Girl-Groups wie die Spice Girls oder TLC kombinierten sie frech mit bauchfreien, hautengen Tops – und so bekam die bollerige Hose tatsächlich eine sexy Note. Eine Zeitlang verschwand die Cargo etwas von der modischen Bildfläche, bis große Luxuslabels sie wiederentdeckten. Plötzlich war sie wieder im Trend (und sehr, sehr teuer). Bloß – das Luxussegment steht der bodenständigen Hose eigentlich nicht.

Entspannt modernisiert. Aber abenteuerlustig wie eh und je

Und heute? Entdecken wir die Welt neu, im Kleinen wie im Großen. Outdoor-Abenteuer stehen hoch im Kurs, auf Citysafaris erkunden wir die verborgenen Ecken der Stadt und Genusswandern liegt im Trend. Wer das kleidungstechnisch abenteuerlustig (und praktisch) angehen will, schlüpft in eine der Hosen mit den aufgesetzten Taschen.

Der Schnitt ist etwa nach oben gewandert und sitzt jetzt über der Hüfte mit etwas schmalerer Passform. Und statt Schlamm oder Camouflage setzen Designer aktuell auf eine breit gefächerte Farbpalette. So lässt sie sich etwas schicker stylen. Ein Arbeitstier ist sie trotzdem geblieben. Denn mal ehrlich: In welcher Hose könnte man besser ein Smartphone transportieren? Oder den Wanderführer? Oder einen kleinen Snack? Oder … oder… oder…

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