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Mobile Immobilie – Wohntraum Hausboot

Schimanski (gespielt von Götz George) hatte auf seine alten Tage ein Hausboot, ebenso Highlander Duncan MacLeod (Adrian Paul) – und im echten Leben natürlich Gunther Gabriel. Auf einem Hausboot zu wohnen ist sicherlich was Besonderes – und etwas für Individualisten. Was macht den besonderen Reiz aus? Sesshaft sein, ohne sich festlegen zu müssen, dort leben, wo die Elemente aufeinandertreffen.

Mal ehrlich – ein Hausboot, das ist eine ganz schön romantische Sache. Wie aber sieht es mit der Realität aus? Hausboote werden in manchen Metropolen wegen Raumnot schon jetzt zur echten Haus-Alternative. Naturnähe trifft moderne Architektur, und beim Frühstücksei blickt man auf Blässhühner und Enten, statt auf einen Parkplatz oder eine Bushaltestelle, während eine sachte Brise übers Wasser streicht – herrlich!

Das macht ein Hausboot aus

Ein modernes schwimmendes Zuhause hat mitunter schon mal die Größe eines kompakten Wohnhauses. Meist wird es daher, wenn es den Standort wechseln soll, von einem Schlepper gezogen und nicht etwa gefahren. Ein Bootsführerschein ist also nicht unbedingt etwas, was Eigentümer brauchen. Errichtet wird ein Hausboot auf schwimmenden Beton- oder Stahlpontons, wie man sie von Schiffs-Anlegestellen kennt. Trotzdem bemerkt man natürlich jederzeit, dass man sich nicht an Land befindet. Allerdings nehmen Schwanken und Bewegung nicht nur mit dem Wellengang sondern auch mit den Dimensionen der schwimmenden Behausung ab. Zudem denken die verantwortlichen Kommunen mit: Hausboot-Liegeplätze befinden sich meist in Kanälen – ohne ausgeprägten Wellengang.

Wie kommt man an ein Hausboot?

Einfach nur umgerüstete Boote oder Binnenschiffe sind eher ein Auslaufmodell – und damit bei Nostalgikern begehrt. Wer nach rustikaler Geschichte sowie Upcycling-Möglichkeiten sucht und selbst über gute handwerkliche Fähigkeiten verfügt, kann sich jedoch immer noch ein altes Hausboot herrichten.

Ansonsten ist der Weg zum Hausboot dem zu einem Haus erstaunlich ähnlich – denn wer kein altes Boot umrüstet, muss sein Hausboot in der Regel vom Architekten entwerfen lassen. Am Ende ist ein Hausboot auch nur ein schwimmendes Haus. Damit unterliegt es den gleichen baurechtlichen Genehmigungsverfahren wie Häuser an Land. Und natürlich muss es auch allen technischen Anforderungen genügen, zumal Sicherheit hier noch eine andere Rolle spielt als auf festem Grund. Bauanträge dürfen übrigens auch für Hausboote nur von Architekten eingereicht werden. Nach dieser eher bürokratischen Nachricht sei aber auf noch einen entscheidenden Vorteil eines Hausboots hingewiesen: Da lediglich die Außenwände tragend sind, ist die Raumaufteilung komplett frei wählbar und damit flexibler.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten

Ein Hausboot zu bewohnen hat allerdings auch ein paar handfeste Nachteile. Wirklich familiengeeignet ist solche eine Behausung eher weniger. Auch einen Garten wird man auf einem Hausboot meist vermissen. Zudem müssen Sie sich darauf einstellen, dass ein Hausboot immer noch etwas Besonderes ist, und neugierige Blicke anzieht. Desweiteren kann auch die Erschließung eine schwierige Frage sein, besonders wenn noch kein weiteres Hausboot in der Nähe ist: Strom und Wasser sowie die Leitungen fürs Internet müssen dann neu verlegt werden, was die Kosten in die Höhe treibt. Alle zehn Jahre steht zudem die Prüfung des Pontons an, auf dem das Hausboot eingerichtet ist (Stichwort Schwimmfähigkeitszertifikat). Werden Schäden festgestellt, muss das Hausboot sofort instandgesetzt werden – und darf im schlimmsten Fall bis zum Abschluss der Arbeiten nicht bewohnt werden. Zudem kann die Genehmigung eines Hausboots kompliziert sein. Zuständig sind Bezirksämter und mehrere Behörden, von Stellen für Verkehr und Stadtentwicklung über Umwelt- und Hafenämter bis hin zum Fremdenverkehrsamt. Das örtlich geltende Wasser- und Bauplanungsrecht ist ausschlaggebend.

Fazit zum schwimmenden Zuhause

Wir sehen also: Das Hausboot ist längst nicht mehr nur das Refugium von Lebenskünstlern und Aussteigern. Es steht beim Komfort einem richtigen Haus kaum nach, und auch was die Gestaltung angeht, ist vieles möglich. Die Grenzen setzen einzig das eigene Budget und geltende kommunale Bebauungspläne. Wenn Sie der Gedanke an ein Hausboot nicht mehr loslässt können Sie ja mal Urlaub auf dem Wasser machen. Denn inzwischen gibt es natürlich auch Hausboote, die man zu diesem Zweck mieten kann. Oder Sie machen bei unserem Gewinnspiel mit, und gewinnen einen luxuriösen Aufenthalt in einer Vier-Sterne-Wasservilla im Floating Village auf dem Brombachsee. Alle wichtigen Infos dazu finden Sie hier – viel Glück!

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