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    Italienische Weber #2: Reda

    Wie gelingt es, aus einem unscheinbaren Rohstoff wie Schafswolle anschmiegsame Stoffe zu kreieren? Diese Frage ist das alltägliche Geschäft von Reda. Eine besondere Rolle spielt dabei das über Generationen weitergegebene Wissen in Sachen Verarbeitung. Sowie das Bewusstsein dafür, welchen Einfluss die Herkunft der Wolle auf das Endprodukt hat.


    Qualität aus Tradition

    Bereits 1865 baute Firmengründer und Namensgeber Carlo Reda in Valle Mosso aus einer einfachen Mühle eine Wollspinnerei auf. Diese wurde im Jahr 1919 von Albino und Francesco Botto Poala übernommen. Seitdem hat das Unternehmen, das sich immer noch in Familienhand befindet, ununterbrochen in das eigene Wachstum investiert und dabei stets die Stoffproduktion vorangetrieben.

    Zweimal im Jahr präsentiert Reda neue Kollektionen, die sich aus durchschnittlich 2.500 verschiedenen Stoffen zusammensetzen. Im Fokus dabei: feine, weiche und zugleich leistungsstarke Stoffe (zumeist) für Anzüge, die im Winter wärmen und im Sommer kühlen. Beliefert werden neben einer Vielzahl deutscher Herrenschneider auch internationale Modemarken. Obwohl ein Großteil der Stoffe ins Ausland exportiert wird, verkörpert das Traditionshaus „Made in Italy“, denn der gesamte Herstellungsprozess findet in Italien statt – von der Verarbeitung der Rohwolle bis hin zu fertigen Stoff.

    100% reine Merinowolle

    Doch nicht allein die Exklusivität des Endergebnisses, also dem fertigen Stoff, ist von Bedeutung. Respekt vor Menschen, Tieren und der Umwelt ist ein Grundsatz, den Reda seit langem verfolgt. Daher stammt die verwendete Merinowolle von firmeneigenen Schaffarmen in Neuseeland und Australien sowie langjährigen und sorgfältig ausgewählten, ZQ-zertifizierten Zulieferern. Das ZQ-Merino-Siegel der New Zealand Merino Company setzt hohe qualitative und ökologische Maßstäbe und fordert u.a. die Einhaltung von Tierschutzrichtlinien. Dank dieses Siegels lässt sich Wolle bis zur jeweiligen Schaffarm zurückverfolgen. Somit wird für Reda vollständige Transparenz und Kontrolle über die gesamte Herstellungskette möglich. Darüberhinaus kann der Familienbetrieb eine EMAS-Zertifizierung (Eco-Management and Audit Scheme) für umweltfreundliche Unternehmensführung vorweisen.

    Hinter einem 100% reinen Merinowollstoff steckt ein langwieriger und aufwendiger Prozess, der auf eine lange Textiltradition zurückblickt und die Basis feinster und modischer Herrenoberbekleidungsstoffe bildet. Ganz im Sinne von Walbusch.

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