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So klappt’s mit dem Spiel der Könige im Lockdown

Vielleicht hat sie die Erfolgs-Serie „Das Damen-Gambit“ auf dem Streaming-Dienst Netflix inspiriert, vielleicht sind Sie auch nur einfach so auf die Idee gekommen, Ihr altes Schachbrett wieder einmal hervorzuholen … Fakt ist, jetzt im Lockdown ist genügend Zeit da, sich richtig mit Schach zu beschäftigen. Wir von Walbusch sind natürlich auch Freunde des Spiels der Könige und haben die besten Tipps gesammelt, damit Schach auch in Pandemie-Zeiten fasziniert.

Dabei gehen wir davon aus, dass Sie die Grundregeln des Spiels beherrschen. Und, dass Sie schon einmal davon gehört haben, dass man die Herrschaft über das Zentrum anstreben soll, seine Figuren während der Eröffnung gut entwickeln muss und die Dame nie, nie, NIE zu früh ins Spiel bringt. Falls Sie sich als völliger Anfänger für das Spiel interessieren, finden Sie hier (www.chess.com/de/schachregeln) eine kurze Zusammenfassung, worum es beim Schach geht und wie gespielt wird. Jetzt aber zu unseren kurzen Lockdown-Tipps!

Nutzen Sie den neuen Faktor Zeit

Großmeister und Experten sind sich einig – wenn man auf einer bestimmten Leistungsstufe spielt, gilt es als unhöflich, eine aussichtslose Partie in die Länge zu ziehen. Als Amateur können Sie davon aber profitieren. Spielen Sie Ihre Partien zu Ende, und zwar konsequent. Dadurch kann man eine Menge lernen, auch in der späteren Analyse. Viele von uns werden vielleicht nie wieder so wenig Zeitdruck haben, wie jetzt. Nutzen Sie die Tatsache, dass Zeit im Lockdown ein weniger knappes Gut ist als sonst.

Spielen Sie Meister-Partien nach

Das kann einem auch ein wenig den Schachpartner ersetzen. Umfangreiche Schach-Literatur brauchen Sie dafür schon lange nicht mehr. Sie finden alles, was Sie brauchen, auf Plattformen wie chessbase.com oder auf YouTube. Erstens entwickelt das Nachspielen meisterlicher Partien den Sinn für die Ästhetik im Schach, und zweitens können Sie sich das eine oder andere abschauen – und wenn es nur ein paar taktische Motive sind, wie besonders geschickte Fesselungen oder Springer-Gabeln und Co.

Korrespondenzspiel – Königsdisziplin im Zeitalter des großen Abstands

Dafür muss man heute schon lange keine Briefe mehr hin- und herschicken oder Schach-Algebra in eine E-Mail tippen. Was nicht heißen soll, dass etwas dagegen spricht. Aber Plattformen wie www.redhotpawn.com stellen ein virtuelles Brett bereit, an dem Sie Zug für Zug mit Ihren Gegnern spielen können. Ein Analysebrett gehört ebenso dazu wie die Möglichkeit zu Blitzpartien.

Zeitgleich und live im Netz gegeneinander antreten – auch kein Problem

Hier ist besonders die Plattform lichess.org zu empfehlen. Ohne Registrierung und wie die oben erwähnte Korrespondenz-Plattform kostenlos, kann man hier gegeneinander antreten und die geistigen Kräfte messen. Eine Wohltat, wenn man bedenkt, dass es zum draußen spielen im Moment eindeutig zu kalt ist – und dass am Brett Abstand halten unter Umständen nicht ganz einfach ist.

Und wo wir gerade dabei sind – warum nicht Simultan-Schach übers Web spielen und dabei plaudern?

Die Bandbreite moderner Internetanschlüsse und die Allgegenwärtigkeit von Videokonferenz-Tools wie Skype, Zoom und Co. macht es möglich. Einfach auf lichess.org gegeneinander antreten und parallel Skype laufen lassen. Falls der Bildschirm zu klein ist, ohne Bild. Schon ist es trotzdem fast ein bisschen, wie zusammen am Tisch sitzen.

Eine Bitte zum Abschluss – nicht schummeln!

Selber Spielen ist die Devise! Leider stellen die großen Schachverbände immer mehr fest, dass mit der zunehmenden Digitalisierung in der Pandemie auch der Hang zur Unehrlichkeit zunimmt. Fleißig werden neben den Partien geöffnete Analyse-Programme genutzt, um die beste Zugfolge zu ermitteln. Etliche Spieler sind deshalb schon für den Vereins- und Turnierbetrieb gesperrt worden. Aber Schach ist auch Ehrensache. Daher noch mal der Appell: Lassen Sie uns alle ehrlich spielen, und gegebenenfalls Niederlagen mit Fassung tragen. Auch wenn man sich am Ende einer Partie derzeit nicht die Hand geben kann. Bis dahin wird es wohl noch eine Weile dauern.
Aber wir Schachbegeisterten wissen ja: Man findet, genau wie der Protagonist von Stefan Zweigs „Schachnovelle“, die ganze Welt in diesen 64 Feldern. Und was könnte es besseres geben in einer Zeit, die sozusagen von permanentem Stubenarrest geprägt ist?

Was sind Ihre Schach-Routinen und Tricks für ein schöneres Spiel während des Lockdowns? Teilen Sie es uns gerne mit unter magazin@walbusch.de.

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