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Nur Mut zum Hut!

Erst gehörte er zum Alltag wie der Schuh oder das Hemd, dann wurde er vergessen und heute ist er ein Symbol für Individualität: Der Hut – für uns eines der schönsten modischen Accessoires für den Mann.

Noch bis in die 1960er Jahre war der Hut fester Bestandteil der Alltagsgarderobe des Mannes. Wer keinen Hut trug, der bewegte sich außerhalb gesellschaftlicher Normen, schreibt Stil-Experte Bernhard Roetzel in seinem Buch „Der Gentleman“. Heute ist das umgekehrt: Wer einen Hut trägt, fällt meistens auf. Was nicht heißt, dass sich heutige Hutträger gegen Konventionen stellen. Im Gegenteil: Sie lieben die Kopfbedeckung, weil sie ihnen Schutz vor Nässe, Wind oder Kälte bieten. Und dabei mehr Stil versprühen als die Wollmütze.

Das gewisse Extra

Ob Pork Pie, Tribly oder Homburg – immer mehr Männer entdecken den Hut für sich wieder. Warum? Weil er dem Outfit eine individuelle Note verleiht und zum klassischen Mantel ebenso gut aussieht wie zum sportlichen Blouson . Erlaubt ist, was gefällt – und was gut passt. Ein Hut sollte genauso gut sitzen wie ein Anzug. Nicht zu eng und nicht zu weit. Die persönliche Hutgröße zu ermitteln, ist kein Hexenwerk. Wir erklären Ihnen, wie Sie am besten vorgehen:

So ermitteln Sie Ihre Hutgröße

1. Legen Sie ein Maßband um Ihren Kopf wie folgt:

2. Beginnen Sie mit der ausgepägtesten Stelle Ihres Hinterkopfs

3. Führen Sie das Maßband ein, zwei Zentimeter über den Ohren nach vorn

4. Legen Sie das Maßband auf Höhe der Stirnmitte an

5. Der Umfang in Zentimetern ist Ihre Hutgröße

Kein Knittern und Knautschen dank Filz

Der Filzhut zählt zu den Klassikern unter den Hüten. Der bekannteste ist der Fedora, dessen weiche Krempe Mann hoch- aber auch heruntergeklappt tragen kann. Filz ist ein idealer Hut-Stoff, weil er wärmt und weich ist. Und: Er schützt vor Nässe und Wind gleichermaßen. Außerdem ist Filz dehnbar und extrem widerstands- wie knautschfähig. Sollten Sie Ihren Filzhut mit in den Urlaub nehmen wollen und im Koffer verstauen: kein Problem. Nach dem Auspacken nimmt seine ursprüngliche Form wieder an.

Vive le chapeau!

Hüte sind schon lange kein Ausdruck mehr von Status und gesellschaftlicher Etikette. Im Mittelalter war das anders. Da bestimmten Verordnungen, wer was auf dem Kopf tragen durfte. Der Hut wurde früher weniger aus Schutz getragen, sondern war eher ein Zeichen zu welcher Schicht man gehörte und welche Privilegien man genoss. Auch wenn diese Zuschreibungen im Laufe der Jahrhunderte zunehmend verwässerten: Ab den 1960er Jahren verlor die Kopfbedeckung endgültig an Bedeutung. Zwei Gründe sieht Bernhard Roetzel dafür: Das Auto veränderte das Verhalten der Menschen. Sie gingen weniger zu Fuß und deshalb brauchten sie auch keinen Hut. Zusätzlich erschwerte die Frisurenmode die Daseinsberechtigung des Hutes: „Wer wollte schon auf die kunstvoll gefönte Pracht einen Filzhut stülpen, der das Haar unweigerlich an den Kopf gedrückt und es seines mühsam aufgebauten Volumens beraubt hätte“, beschreibt Roetzel. Seit einigen Jahren erlebt der Hut seine Rennaissance –gleichgültig aktueller Frisurentrends.

Der Hut wird getragen von jung und alt, arm und reich, groß und klein. Es lebe der Hut!

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